In letzter Zeit habe ich mir ein paar Gedanken über das Fernsehen gemacht. Dabei bin ich leider zu einer sehr erschreckenden Erkenntnis gekommen. Natürlich kennt jeder das Problem und im Volksmund wird oft darüber gesprochen, dass die Medien zu viel Macht haben. Jedoch war die Macht bisher eingeschränkt. Genau das wird sich in Zukunft ändern.
Wenn eine Medienagentur ermitteln möchte, für welche Sendungen/Themen sich die Zuschauer interessieren, dann wird meist ein Marktforschungsinstitut damit beauftragt eine Statistik darüber zu generieren. Dazu werden Stichproben in verschiedenen Städten genommen und die Zuschauer werden mit deren Einwilligung beim „zappen“ durch die Sender beobachtet. Logischerweise ist es nicht möglich eine Auswertung über die Menge aller Zuschauer zu generieren. Daher schließt man statistisch mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit von einer kleinen Menge auf eine sehr große Menge. Das Ergebnis ist mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit auch richtig, nur leider nicht vollständig. Unter Umständen hat man damit nur einen kleinen Teil der Bedürfnisse/Themen herausgefunden, für die sich die Zuschauer interessieren.
Abhilfe für dieses Problem würde ein Rückkanal bringen. Das Gerät, welches an den Fernseher angeschlossen ist, müsste nicht nur das empfangene Bild darstellen, sondern auch ein Feedback an den Sender zurückgeben. Dadurch könnte übermittelt werden welche Programme/Themen/Sendungen der jeweilige Zuschauer sich ansieht.
An dieser Stelle tritt folgendes Problem auf. Die Fernsehsender könnten einen direkten Zusammenhang zwischen dem Verhalten der Zuschauer nach Konsumierung einer bestimmten Sendung auslesen.
Böse Zungen behaupten man könne diese Gegebenheit ausnutzen.
Man stelle sich also folgendes Szenario vor.
Im Fernsehen wird eine Sendung über ein politisches Duell zwischen zwei wählbaren Konkurrenten ausgestrahlt. Ein „unparteiischer“ oder andere Medien entscheiden wer von den beiden das Duell gewonnen hat. Anschließend finden Wahlen statt und ein bestimmter Kandidat aus der Fernsehsendung gewinnt.
Nun geht der Fernsehsender hin und vergleicht die Zuschauerzahlen mit dem Wahlergebnis und stellt fest, dass sich das Wahlergebnis durch das Ausstrahlen einer Sendung beeinflussen lässt.
In Folge dessen könnten die Medien sogar einen eigenen Kandidaten aufstellen und ihn durch Ausstrahlung von proaktiver Werbung unterstützen.
Ist das die Zukunft?!?! Nein! Es läuft gerade eben.
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Als kleinen Denkanstoss, ein kleiner Suchlink.
Kategorie: Snafu |
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